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Werte
Yoga führt den Menschen stufenweise zur Freiheit.
Yoga als System für das Leben
im Kosmos
Wir leben in einer Welt,
als Teil von einem oder mehreren
Universen, wo der Hauptparameter des Geschehens
die Entwicklung und Veränderung ist. Ich nenne das
die Triebkräfte für Lebendigkeit. Die Entwicklung
von anorganischen Substanzen hat auf unserem Planeten zu
Leben und Geist geführt. Daraus lässt sich die
Hypothese ableiten, dass Geist in anorganischen Substanzen
bereits enthalten (sein könnte) ist. Dieses Thema wird
unter WISSENSCHAFT später behandelt werden.
Es gibt zwei Grundsätze
für ethisch verantwortetes Handeln. Das sind:
entwicklungsorientiertes Verhalten und
nicht-entwicklungsorientiertes Verhalten.
Wir wissen, dass Erstarrung und Unflexibiltät, heißt
die Nichtentwicklung einer Spezies zum Untergang führt.
Andererseits bewirkt die Entwicklungsfähigkeit und
Flexibilität einer Lebensform Verwandlung.
Damit erübrigen sich alle moralischen Gebote
und Verbote.
Yoga kennt nicht Gut und Böse und er ist auch nicht
wertfrei, er nimmt das Leben in all seinen Entwicklungsstufen
zum Maßstab.
Das Wissen darüber, was entwicklungsorientiertes Verhalten
ist, erhalten wir durch die Sensibilität für das
eigene SEIN und das eigene SELBST. Daraus leiten wir unser
Verhalten im Zusammenleben mit anderen Menschen ab.
Der Yoga führt den Menschen zu
ethischem Handeln.
Durch seine vielen Formen und Techniken erlangt die Yogini
und der Yogi Sensibilität für Entwicklung, für
entwicklungsorientiertes Verhalten und Handeln.
Der Yoga ist ein System,
das den Menschen so wie er ist - und nicht wie er zu sein
glaubt - erfasst und seine Entwicklung fördert. Wer
Yoga praktiziert, erkennt sehr schnell die eigenen Grenzen
und lernt die Bedeutung dieser Grenzen kennen und lernt
sie zu respektieren.
Durch das An-die-Grenzen-stossen und sie respektieren entstehen
neue Lebens-Muster und Verhaltensweisen. Es kommt zu einem
Prozess des Ent-grenzens.
Freiheit
Yoga löst eine Grenze nach der anderen auf. Yoga führt
den Menschen Schritt für Schritt in seine Freiheit.
Die Freiheit ist immer gebunden an Verantwortung, das heißt
die zunehmende Freiheit führt zugleich zu mehr Verantwortung
für sich selbst und seine Umwelt (siehe unten Kyoto-Protokoll).
Umso weiter die Grenzen werden, umso weiter erstreckt sich
die Verantwortung des Individuums.
Die Geheimnisse der alten Wissenschaft
des Yoga wurde uns überliefert von Sehern, Heiligen
und Weisen. Durch ihre Meditation, Disziplin und Gebete
wurde ein reicher Schatz an Weisheit zum Wohle der Menschheit
angesammelt.
Yoga ist keine Religion.
Yoga verlangt nicht an einen bestimmten Gott zu glauben.
Jeder Mensch kann Yoga praktizieren gleich welcher Religion
er anghört oder keiner angehört.
Yoga heißt und ist Vereinigung.
Yoga erfasst den gesamten Menschen und bewirkt die Gesundheit
des Körpers, einen friedvollen Geist, Freude im Herzen
und Freiheit für die Seele.
Yoga ist eine Wissenschaft.
Das bedeutet, dass für gezielte Fragestellungen ein
konkretes Ergebnis vorhersagbar und überprüfbar
ist. Es gibt keinen Glauben und keine Spekulation. Die Überlieferungen
und Aussagen von Sehern, Heiligen, Weisen und die jüngeren
wissenschaftlichen Erkenntnisse über Yoga, wurden erprobt
und erfahren und sie sind bei entsprechender Yoga-Praxis
wiederholbar.
Der Yoga lebt
heute sowohl von der überlieferten Tradition, nach
der täglich in aller Welt Yoga praktiziert wird, als
auch von der aktuellen, lebendigen Pflege der Yoga-Wissenschaften
in Theorie und Praxis. Der Yoga ist eine alte, lebendige,
immer junge Wissenschaft, von der wir seit rund 5000 Jahren
greifbare Überlieferungen haben. Der Ursprung des Yoga
geht mit Sicherheit noch viel weiter zurück.
Menschen nehmen heute an Yoga-Kursen teil,
praktiziren ASANAS (Körperpositionen), PRANAYAMA (Atem-
und Energieregulierung) und MEDITATION. Und Yoga ist mehr
als das, er geht darüber hinaus. Er ist eine Lebensform.
Der Yoga und seine Lehre durchdringen die Handlungen, die
Gedanken und die Sprache.
Westliche Bedürfnisse und Yoga
Seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bis
in unsere heutige Zeit werden neue Yogamethoden entworfen
und mit neuen Namen versehen. Diese neuen Namensgebungen
deuten darauf hin, dass bestimmte Teile aus dem Yoga-System
herausgehoben werden und die Yoga-Praxis sich auf diesen
Teil konzentriert. Die alte indische Tradition den Yoga
in seiner Ganzheit zu praktizieren wird verlassen. Dafür
wird die Yoga-Praxis den Bedürfnissen der Menschen
der westlichen Zivilisation angepasst.
Diese Bedürfnisse sind:
- |
Leistungsdenken |
- |
Konkurrenzverhalten |
- |
Nicht-respektieren gegebener Grenzen |
- |
Betonung physischer Werte |
Die Folge davon sind körperliche, psychische und energetische
Schäden, die nach einigen Jahren dieser Yoga-Praktiken
auftreten.
Im klassischen Astanga Yoga nach Patanjali,
wie er im Yoga Institut Vienna praktiziert wird,
gelten folgende Grundsätze:
- |
Sanftes Einnehmen von Asanas (Positionen)
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- |
Entwicklung der Energie durch Pranayama |
- |
Akzeptieren und einhalten der eigenen Grenzen |
- |
Konzentration auf die eigene Yoga-Praxis |
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Yoga ist kein Wettbewerb |
- |
Entwicklung aller 8 Stufen des Astanga Yoga |
Yoga nach Patanjali ist ein 8-Stufen-Pfad
Drei Aspekte dieses 8-Stufen-Pfades sind Asanas,
Pranayama und Mediation. Wer Astanga Yoga nach
dem System des Patanjali praktiziert, merkt eines Tages,
dass Yoga mehr ist. Die Konzentrationsfähigkeit wird
verbessert und die geistige Leistungsfähigkeit nimmt
zu. Pratyahara, das Zurückziehen der
Sinne und Dharana die Konzentration sind
dafür verantwortlich.
Zwei weitere Aspekte sind YAMA und NIYAMA:
Yama zielt auf das Gemeinwohl u. spricht
das ethische Bewusstsein an:
Ahimsa |
umfassende Liebe (Gewaltlosigkeit) |
Abhaya |
Freiheit von Furcht |
Satya |
Wahrheit ist die Basis der Liebe |
Asteya |
Nichtbereichern an Gütern anderer
|
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und allgemeinen Gütern |
Brahmacharya |
Maß halten, Enthaltsamkeit |
Aparigraha |
Loslassen, Nichtansammeln, Neidlosigkeit |
Niyama: Verhaltensregeln zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung:
| Shaucha |
Reinheit des Körpers als Grundlage
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fürWohlfühlen und Gesundheit |
| Santosha |
Zufriedenheit: Der Yogini, dem Yogi |
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mangelt es an Nichts |
| Tapas |
Das brennende Verlangen ein Ziel zu erreichen |
| Svadhyaya |
Selbst-Studium, Erforschung des Selbst |
| Ishvara-Pranidhana |
Fähigkeit zur Hingabe, Grundvoraussetzung |
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für Liebe |
Diese ethischen Prinzipien finden wir in allen entwickelten
Kulturen und es ist feststellbar, dass die grundlegenden
Ansichten über das menschliche Zusammenleben übereinstimmen.
In der wertschätzenden Begegnung der Menschen in Liebe
ist das Leben auf unserem Planeten ein Stück lebenswerter,
als wenn wir darauf verzichten. Die Entwicklung des ethischen
Bewusstseins ist einer der wesentlichen Inhalte des Yoga.
Samadhi / Glückseligkeit
Sollte eines Tages die wertschätzende Begegnung
aller Menschen miteinander möglich sein, wäre
das ein Zustand der mit dem Begriff Glückseligkeit
beschrieben wird. Die seelischen Kräfte der einzelnen
Menschen vereint in der Größe und Ganzheit einer
Gesamt-Menschen-Seele würde die Einheit mit Purusha
der kosmischen Seele bedeuten.
Umsetzung des Kyoto-Protokolls
Wie oben beschrieben nimmt mit fortschreitender
Persönlichkeitsentwicklung des Individuums die Verantwortlichkeit
für die Mitmenschen und die Natur zu. Demzufolge hat
das Yoga
Institut Vienna im Jahr 2006 seine Räumlichkeiten
saniert und dabei die Wände, Decken und Böden
isoliert. Diese Maßnahmen zur Reduzierung des Wärmeverlustes
hat eine Energieeinsparung von mehr als 30% ergeben.
Darüber hinaus ist das Yoga Institut
Vienna mit Energiesparlampen ausgestattet.
Damit hat das Yoga Institut Vienna die
im Kyoto Protokoll vorgegebenen Reduzierung der Treibhausgase
um 5,2% bis 2012 gegenüber 1990 erfüllt.
"Das Kyoto-Protokoll (benannt
nach dem Ort der Konferenz Kyoto in Japan) ist ein am 11.
Dezember 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung
der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen
mit dem Ziel des Klimaschutzes. Das am 16. Februar 2005
in Kraft getretene und 2012 auslaufende Abkommen schreibt
erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß
von Treibhausgasen fest, welche die hauptsächliche
Ursache der globalen Erwärmung sind.
Die Zunahme dieser Treibhausgase ist überwiegend auf
menschliche Aktivitäten zurückzuführen, insbesondere
durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, Viehhaltung und
Rodung von Wäldern. Die im Protokoll reglementierten
Gase sind: Kohlenstoffdioxid (CO2, dient als Referenzwert),
Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O), teilhalogenierte
Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW/HFCs), perfluorierte Kohlenwasserstoffe
(FKW/PFCs) und Schwefelhexafluorid (SF6).
Das Protokoll sieht vor, den jährlichen Treibhausgas-Ausstoß
der Industrieländer bis zum Zeitraum 2008-2012 um durchschnittlich
5,2 % gegenüber 1990 zu reduzieren."
Auszug aus Wikipedia.
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