Yoga Institut Vienna - Reinhard Hridaya Scholze
   


Unser Yoga Weg

Es gibt viele Yoga-Zweige und jeder kann den für ihn passenden finden. Das ist gut so. Yoga ist ein Wissens- und Erfahrungssystem, das viele individuelle Ausprägungen zuläßt und doch immer zum selben Ziel führt.
Unser Yoga Weg folgt dem klassischen Yoga oder Astanga Yoga und ist geprägt von der Erfahrung und dem Verständis, dass Yoga nicht dem Leistungsgedanken zu folgen hat, sondern in jedem Augenblick Wohlbefinden und sanfte Entwicklung ermöglichen soll.

In unserer Yoga-Praxis gehen wir daher nie “in den Schmerz”, sondern arbeiten genau an dem Grenz-Punkt, an dem unser Körper wohltuende Veränderungen und Erweiterung erlernen kann.
Dies ermöglicht eine stetige Entwicklung und braucht Kontinuität und Zeit.
Monate, Jahre, Jahrzehnte. Ein Leben lang. Yoga ist ein Weg mit einem bestimmten Ziel. Jeder Schritt auf diesem Yoga Weg darf Freude bereiten und ist von Erfahrung begleitet.

Unser Yoga Weg ist geprägt vom tiefempfunden Respekt der ganz unterschiedlichen Grenzen und Möglichkeiten jedes Menschen. Jeden Körpers – jeden Geistes – jeder Seele.

Der wahre Astanga Yoga Weg

Yoga ist die Kunst sich selbst zu lieben !
Wer seinen Körper ruiniert macht nicht Yoga.

                        Information über die richtige Yoga-Praxis                                   
Seit drei Wochen herrscht Aufruhr in der Yoga praktizierenden Bevöl-kerung. Der Artikel „How Yoga Can Wreck Your Body“ (Wie Yoga Deinen Körper ruinieren kann), von WILLIAM J. BROAD, der am 8.01.2012 in The New York Times erschienen ist, hat eine Welle der Verunsicherung bei Yoga-Interessierten und Yoga-Praktizierenden auf der ganzen Welt ausgelöst. – Auch in Indien im Ursprungsland des Yoga.

Das Wort Yoga heißt Vereinigung und damit ist die Vereinigung von Körper, Geist und Seele gemeint. In manchen alten indischen Yoga-Schulen wird als Viertes zusätzlich das „Gefühl“ erwähnt. Tatsächlich ist für die alten indischen Yoga-Meister und Yoginis und Yogis die Vereinigung der Individual-Seele und der kosmischen Seele oder All-Seele gemeint.

Heute ist nicht alles was unter dem Namen Yoga verkauft und praktiziert wird tatsächlich YOGA! - Auch in Indien nicht. Es ist heute ebenso schwer in Indien eine/n Yoga-LehrerIn zu finden, der/die den klassischen Yoga lehrt, wie im Westen.  Daher möchte ich das Stichwort
Ursprungsland noch einmal aufgreifen und einen wesentlichen Hinweis geben woran man die richtige Yoga-Praxis erkennen kann.

Der Yoga in Indien geht ungefähr 5000 Jahre zurück und ist immer wieder Wandlungen unterworfen gewesen. Neben vielen kleineren Yoga-Zweigen entwickelten sich in Südindien und Nordindien zwei unter-schiedliche Yoga-Richtungen.  Bis nach heutiger überwiegender Annahme in der Zeit zwischen 500 – 200 v. Chr. die 196 Yoga-Sutras (Yoga-Fäden) entstanden, die dem Yoga-Meister PATANJALI zugeschrieben werden. Die Yoga-Sutras beinhalten die Essenz des Yoga aus den verschiedenen damals bekannten existierenden Yoga-Strömungen. Heute weiß man, dass nicht allein Patanjali der Verfasser aller 196 Yoga-Sutras ist, sondern andere Autoren beteiligt waren.

Wie hat ein ASANA / Yoga-Position zu sein?
Patanjali nimmt allgemein zu YOGA-ASANAS Stellung, indem er schreibt: „Sthira Sukham Asanam“ = Die Körperposition muss fest und leicht sein. D.h. ein Yoga-Asana ist immer statisch und ein Yoga-Asana ist immer angenehm und schmerzlos zu halten. Wenn die Position unangenehm wird oder gar Schmerzen verursacht, ist die Position zu verlassen und in weniger intensiver Form auszuführen und kürzer zu halten.

Abfolge von Asanas:
Zwischen den Wiederholungen des gleichen Asana werden ca 10 – 20 Sekunden Entspannungs-Pause gemacht.
Zwischen zwei verschiedenen Asanas wird eine Entspannungszeit von
1 – 2 Minuten eingehalten.

Warum:

  1. Eine neue Position wird erst eingenommen, wenn alle Muskeln entspannt sind. - Das braucht Zeit.
  2. Beim halten eines Asana werden im Körper gespeicherte Informationen aktiviert. Es entsteht ein Vorgang der Informationsvernetzung zwischen den einzelnen Zellen. Manche Zellen enthalten auch Schaden stiftende Informationen. Beim halten des Asanas werden Fehlinformationen korrigiert und diese Informationen beginnen sich mit den anderen Zellen zu vernetzen.- Darin liegt ein Grund für den Heilungseffekt des Yoga.

Für die Vernetzung neuer Informationen braucht der Organismus etwa 1-2 Minuten Entspannung.

Was macht eine Körperposition zu einem Yoga-Asana?
Ein Asana entsteht dann, wenn beim Halten des Asana folgende drei Ereignisse zugleich passieren:

  1. Der Körper hält eine ganz bestimmte Position in entspannter Haltung.
  2. Zugleich folgt das Bewusstsein dem Körper in dieser Position, d.h. die Vorgänge, die durch die Position im Körper geschehen werden bewusst wahr genommen.
  3. Und die beiden Punkte 1 und 2 werden von einem leichten, ruhig fließenden und gleichmäßigen  Atem begleitet, wobei das Bewusstsein auch auf den Atem gerichtet ist.

Wenn diese drei Prozesse zugleich statt finden und zu einem einzigen Prozess verschmelzen, ist es ein YOGA ASANA und die Informationsvernetzung passiert!

Yoga aus dem Westen
Vor etwa 100 Jahren wurden in Indien die aus dem skandinavischen Militär stammenden Körperertüchtigungsübungen bekannt. Für diese interessierte sich ein gewisser Tirumalai Krishnamacharya, der daraus einen Gymnastikstil entwickelte, der den oben genannten Prinzipien nicht entsprach. Er nannte diese Gymnastikmethode unzutreffender Weise Ashtanga-Yoga. Näheres zum nachlesen findest Du im Buch von MARK SINGLETON, YOGA BODY, the origins of modern posture practice.

Yoga aus dem Osten – Klassischer Yoga / Raja Yoga.....
.....wie ich ihn oben an Hand von einigen Merkmalen beschrieben habe kann niemals den Körper ruinieren, wenn die/der Schüler/In die Prinzipien des klassischen Yoga befolgt und eine/n Yoga-Lehrer/In hat der Klassischen Yoga unterrichtet.
Am Yoga Institut Vienna ehemals Yoga Schule Siva Nataraja wird seit 1986 Klassischer Yoga bzw. Raja Yoga oder richtiger klassischer Astanga Yoga unterrichtet.                          
In dieser Zeit hat sich hier mit Yoga noch niemand den Körper verletzt oder ruiniert. Vielmehr sind hier unzählige Heilprozesse mit Yoga geschehen, sowohl auf der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene.

PATANJALI setzt an den Beginn der Yoga-Praxis YAMA (die Ethik für das gesellschaftliche Zusammenleben) und NIYAMA (die ethischen Regeln für das persönliche Leben). Die Entwicklung dieser beiden Inhalte sind die Voraussetzung für den Umgang mit dem Körper als dem Sitz für die unbewussten Inhalte und Informationen.

Im Yoga Institut Vienna folgen wir diesen Grundsätzen, indem an jedem Beginn der Yogasitzung eine kurze Reflexion steht.

HARI OM.
Mit lieben yogischen Grüßen
Reinhard Hridaya Scholze

 

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